Akteure / Handelnde Personen

Die Akteure auf dem Weg zur Verfassung in Hessen-Darmstadt

Hier einsteht eine Liste aller wesentlichen Aktueren / handelnden Personen, die in der Geschichte der Verfassung von Hessen-Darmstadt in 1820 beteiligt waren.

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Handelnde Person Geburtstag Beschreibung
Beck, Ferdinand Karl Heinrich 29.03.1789 Verfasste 1817 eine Bittschrift an den Bundestag für die Verfassung.
Bopp, Johann Philipp 06.12.1790 Hofgerichts-Advokat zu Darmstadt und Mitglieder der Darmstädter Schwarzen
Bos du Thil, Carl Wilhelm Heinrich Freiherr du 22.04.1777 Er hat verschiedene Positionen am Hof des Großherzogs Ludwig I. und in seiner Regierung. Er übernahm wichtige diplomatische Verhandlungen währen den Revolutionskriege. Später leitete er die Staatsgeschäfte des Großherzogtums als Ministerpräsident bis die März Revolution von 1848
Eigenbrodt, Carl Christian 20.11.1769 Carl Christian Eigenbrodt fing seine politische Karriere im Herzogtum Westphalen in 1803, als dieses Teil von der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt wurde. Nach dem Wiener Kongress leitete er die Appellations-Commission der Provinz Rheinhessen. Als Abgeordnete des 1. Landtags des Großherzogtums Hessen ist er zum Präsident der 2. Kammer gewählt worden. Im Jahr 1821 wechselte er in die Regierung des Großherzogtums als Geheimer Staatsrat im Finanzministerium.
Gagern, Hans Christoph Friedrich Carl Ernst Freiherr von 25.01.1766 Vater von Wilhelm Heinrich August, Freiherr von Gagern, der für die Verfassung in Hessen-Darmstadt politisch aktiv war. Er war in verschiedene Regierungen auf deutschem Gebiet, Luxemburg und den Niederlanden tätig.
Gagern, Heinrich Wilhelm August Freiherr von 20.08.1799 Heinrich von Gagern war ein aktiver Burschenschaftler als Student und Befürworter der Verfassung von 1820. Später war er Landtagsabgeordnete und dann hessischer Ministerpräsident während der Revolution von 1848. Er würde auch als Präsident der Nationalversammlung in Frankfurt gewählt.
Grolman, Karl Ludwig Wilhelm von 23.02.1775 Wirklicher Geheimer Rat und Mitglied des Staatsministeriums in Nachfolge des Freiherrn von Lichtenberg. 1820 Staatsminister. Zuständig für den Verfassungsentwurf vom März 1820 und die überarbeitete Version vom Dezember 1820.
Hessen und bei Rhein, Ludewig I. Großherzog von 14.06.1753 Ludwig I. (er selbst nannte sich Ludewig) war Herrscher des Landgrafschaft Hessen-Darmstadt in der Zeit der Französischen Revolution. Durch wechselnden Allianzen gegen und mit den Franzosen ist es ihm gelungen sein Land zu vergrößern und als souveränen Großherzog von Hessen in Macht und Einfluss aufzusteigen. Am Ende seiner Regierungszeit war er sehr viel mit der Konsolidierung seiner Herrschaft in den neuen Gebieten beschäftigt. Die prägendste Auseinandersetzung während dieser Zeit war die Verfassungsbewegung von 1816-1820.
Hoffmann, Ernst Emil 17.01.1785 Als Unternehmer hat er einen Vermögen mit seiner Schokoladenfabrik verdient. Mit seinem Vermögen hat er viel für soziale Zwecke engagiert. Während der Verfassungsbewegung war er bei den darmstädter Schwarzen aktiv. Später gehörte er den zweiten Kammer des Landtags als Abgeordnete an. Er war Gründer des liberalen „Hessische Volksblatts“
Hofmann, Heinrich Carl 31.03.1795 Mitgründer der Gruppe Darmstädter Schwarzen
Jaup, Carl Heinrich 27.09.1781 Der Privatdozent und dann Professor des Rechts in Gießen, wechselte 1813 in die Regierung des Großherzogs Ludwig I. und war stark beteiligt an die Verfassungsausarbeitung im ersten Landtag 1820. Bis zur Märzrevolution 1848 war er in verschiedene Regierungsämter tätig. In der "Märzministerium" war er als Ministerpräsident tätig. Danach und bis zum Ende seiner Karriere war er Abgeordnete sowohl im ersten als im zweiten Kammer des Landetags.
Lichtenberg, Friedrich August Freiherr von 08.12.1755 Leiter der Staatsgeschäfte im Großherzogtum Hessen zuerst als Wirklicher Geheimer Rat dann zu einem noch unbekannten Zeitpunkt als Staatsminister. Er wurde durch die Ernennung von Karl Ludwig Wilhelm von Grolman in 1819 zum Wirklichen Geheimen Rat und Mitglied des Staatsministeriums entmachtet.
Rühl, Georg Mitgründer der Gruppe Darmstädter Schwarzen
Sartorius, Karl Christian Wilhelm 31.08.1796 Befürworter einer Repräsentativ-Verfassung und als radikaler Mitglied der liberale Gruppierung der Gießener Schwarzen (die Unbedingten).
Schulz, Wilhelm Friedrich 13.03.1797 Als Seconde-Leutnant verfasste Schulz einen Text für eine geänderten Staatsform "Frag- und Antwortbüchlein über allerlei, was im deutschen Vaterland besonders Not tut", der während der Verfassungsbewegung von 1816-1820 erschienen ist.
Solms-Braunfels, Wilhelm Christian Carl Fürst zu 09.01.1759 Federführend bei der Initiative der Mediatisierten vom 15. Februar 1816, um die Einberufung einer Ständeversammlung vom Großherzog Ludwig I. zu erwirken.
Solms-Laubach, Friedrich Ludwig Christian Graf zu 29.08.1769 Nach der Verlust der Souveränität 1806 setzte er sich stark für die Mediatisierten ein und eine Wiedervereinigung Deutschlands unter einem österreichischer Kaiser.
Stahl, Wilhelm Christian Tillmann 04.01.1793 Mitgründer der Gruppe Darmstädter Schwarzen
Weidig, Alexander Friedrich Ludwig 15.02.1791 Lehrer und Konrektor in Butzbach, „hessischer Turnvater“ und Liberaldemokraten. Er war ein verfechter von einem verreinigten, demokratischen Deutschland
Wernher, Johann Wilhelm 04.02.1767 Nach einem langen und wechselhafte Karriere zunächst als Schultheiß in Zweibrücken während der Revolutionskriege (1794-1798) und dann in verschiedene Positionen in Mainz unter der französischen Herrschaft ist er nach Darmstadt übergesiedelt. Dort arbeitete er als Mitglied der "Gesetzredactionscommission" an die Einführung eines einheitliches Zivilgesetzbuches und war zur Zeit der Verfassungsentstehung Mitglied im Innenministerium als geheimen Referendär und später Staatsrat tätig.