Ludewig I. Großherzog von Hessen und bei Rhein

Ludwig I. (er selbst nannte sich Ludewig) war Herrscher des Landgrafschaft Hessen-Darmstadt in der Zeit der Französischen Revolution. Durch wechselnden Allianzen gegen und mit den Franzosen ist es ihm gelungen sein Land zu vergrößern und als souveränen Großherzog von Hessen in Macht und Einfluss aufzusteigen. Am Ende seiner Regierungszeit war er sehr viel mit der Konsolidierung seiner Herrschaft in den neuen Gebieten beschäftigt. Die prägendste Auseinandersetzung während dieser Zeit war die Verfassungsbewegung von 1816-1820.

Herkunft

Sein Vater war der Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt, der auch als "Soldaten-Landgrafen" bekannt war, weil er exzessiven Drillübungen mit seiner Garnison in Pirmasens (und fast nichts anderes) betrieb. Seine Mutter war die Landgräfin Karoline, die aus Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld stammte. Sie wurde als die "Große Landgräfin" von König Friedrich der Große von Preußen genannt, weil sie eine sehr starke Rolle in den Regierungsgeschäften spielte und ein Klima der "Offenheit" und "Geistigkeit" am Hof schaffte.

  • Geboren: 14.06.1753
  • Gestorben: 06.04.1830
  • Verheiratet: Ja
  • Militärdienst: Ja
  • Beruf:
    Landgraf und Großherzog
  • Ausbildung:
    Studium in Leiden, Niederlanden
  • Mitgliedschaften:

politische Neigung

Er betrachtete sich als aufgeklärten Herrscher und strebte einen absoluten Herrschaftsstil an. Durch die Neigung seiner Mutter zu Aufklärung kam Ludwig häufig in Kontakt mit den Werken von Schriftsteller, Dichter und Philosophen wie Goethe, Voltaire, Rousseau, Diderot und Helvétius. Seine Erziehung war geprägt vom Ideal des "honnête homme". Seine Erfahrungen, die er als General im russischen Militärdienst absolvierte, prägte seine politische Einstellung und spielte eine große Rolle bei seiner Entscheidung die Leibeigenschaft aufzuheben. Der Einfluss der Aufklärung sieht man auch in den Reformen, die er während seiner Amtszeit durchführte. Allerdings führten die Geschichten der geflüchteten Adeligen während der Französischen Revolution eine starke Ablehnung der liberale Gedanken, die dahinter stand. Er war Verfassungsgegner, und nur durch Druck willigte er die Einführung einer Verfassung für sein Großherzogtum.

Handlungen

Der Großherzog von am Anfang entschieden gegen die Verfassung. Er reagiert mit Empörung als seiner Gesandter am Wiener Kongress die Erklärung unterzeichnet, die eine landständische Verfassung forderte. Er schrieb, dass diese "zur Auflösung und Vernichtung der Regentenrechte und allgemeiner revolutionärer Anarchie" führen müsse. Im Laufe der Zeit als die Forderungen der Landstände und den Darmstädter "Schwarzen" im Land Zuspruch erhielten, wurde er aufgeschlossener für eine Verfassung. Im März 1819 ließ er kurz Pläne für Provinzialräte zu, bis zum Attentat auf Kotzebue.

Quellen

    Noch keine Quellen vorhanden