Ferdinand Karl Heinrich Beck

Verfasste 1817 zusammen mit den Darmstädter "Schwarzen" eine Adresse an den Bundestag in Beziehung auf "Deutschlands Verfassung". Diese überreichte er im November dem österreichischen Präsidialgesandten, Graf Johann Rudolf von Buol-Schauenstein. Dieser lehnte die Entgegennahme der Adresse ab und verwies Beck an den anderen Gesandten, wo er auch wenig Erfolg hatte. Die Regierung des Großherzogtums reagierte beschwichtigend, dass Vorbereitungen für eine Verfassung schon länger eingeleitet wurden. Ab 1818 ließ das Engagement Beck stark nach und es gibt keine weiteren Handlungen bezüglich der Verfassung.

Herkunft

Der Vater von Ferdinand Beck war der pfälzische Rentmeister in Kleeberg und später Landrat Ferdinand Jakob Beck (1762–1834). Seine Mutter war Sibylle Margarete König (1766–1846). Im Jahr 1803 wechselte der Vater in den Dienst der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt und zog nach Darmstadt um.

  • Geboren: 29.03.1789
  • Gestorben: 27.11.1862
  • Verheiratet: Ja
  • Militärdienst: Nein
  • Beruf:
    Jurist, Verwaltungsbeamter, Politiker
  • Ausbildung:
    Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Gießen
  • Mitgliedschaften:
    Damrstädter Schwarzen

politische Neigung

Beck nahm 1817 an die Wartburgfest teil und hatte enge Verbindungen mit den Mitgliedern der Darmstädter "Schwarzen". Sein Einsatz für eine "Deutschlands Verfassung" zeigt nicht nur eine liberale politische Neigung, sondern auch ein nationalistisches Interesse.

Handlungen

Beck ist bekannt für die Unterschriftenaktion an der Bundesversammlung. Er ist zum Wartburgfest gereist, um Unterstützung dafür zu werben und hat eng mit den Darmstädter "Schwarzen" den Text verfasst. Sein Treffen in Frankfurt mit mehrere Gesandten des Bundestags sorgte für große Aufmerksamkeit. Er beteiligt sich an das Eintreiben von weiteren Unterschriften. Ab 1818 lies aber seine Aktivitäten nach und er spielte bei den weiteren Bemühungen für eine Verfassung im Großherzogtum Hessen keine große Rolle mehr.

Quellen

  • Beck, Ferdinand Karl Heinrich, in: Hessische Biografie (https://www.lagis-hessen.de/pnd/116100990) [Letzter Zugriff: 16.07.2020]
  • Burghard Dedner (Hg.): Das Wartburgfest und die oppositionelle Bewegung in Hessen, in: Burghard, Dedner/Solms Wilhelm (Hgg.): Marburger Studien zur Literatur Bd. 7, Hitzeroth/Marburg 1994.